Verkehrszahlen 2025, Ausblick auf den Sommer 2026 und neue Strukturen
831.095 Passagiere durfte der Graz Airport im vergangenen Jahr betreuen, um knapp 12.000 mehr als 2024. Die Linie schlägt sich mit einem Plus von 0,6 % nieder, der Charterverkehr war mit einem Plus von fast 4 % einmal mehr der Treiber der Entwicklung. In der Fracht freut sich der Flughafen mit 19.500 Tonnen über einen Rekord.
„In diesem gerade für Regionalflughäfen herausfordernden Umfeld sind wir mit der Entwicklung sehr zufrieden“, erklärt Wolfgang Grimus, Geschäftsführer des Graz Airport. „Das Liniensegment hat in den letzten drei Monaten eine eindeutig positive Tendenz gezeigt, was uns für 2026 zuversichtlich stimmt. Mit London haben wir eine zusätzliche Linienverbindung im kommenden Sommerflugplan, nach der bis jetzt eine gute Nachfrage herrscht. Im Privatreisesegment ist die Reiselust ungebrochen, ob Strandurlaub oder Städtereise. Auch die Anzahl der ausländischen Gäste, die über unseren Flughafen nach Graz und in die Steiermark kommen, steigt stetig an. Und mit der kürzlich eröffneten Koralmbahn rückt der Graz Airport als Mobilitätsdrehscheibe ins Zentrum der Area South.“

Entwicklung Non-Aviation und wichtige Schritte in Richtung Klimaneutralität
Der Graz Airport entwickelt sich konsequent über seine klassische Funktion hinaus:
Ob Messen, wie z. B. die ReiseZeit von GRUBER-reisen, die größte Reisemesse im Südosten Österreichs, die Gourmetveranstaltung Vollmund oder der große AC Styria Mobilitätskongress Contact mit 750 internationalen Entscheidern und Experten sowie der Leistungsschau von 86 Unternehmen und Institutionen, 2025 hat sich der Graz Airport einmal mehr als Veranstaltungslocation positionieren können. Im Bereich Human Ressources konnte der Flughafen vor kurzem das BGF-Gütesiegel für weitere drei Jahre entgegennehmen.
Nach den großen Meilensteinen elektrische Bodenstromversorgung, Ausbau der E-Ladpunkte sowie Fertigstellung der PV auf dem Parkausdach in jüngster Vergangenheit steht in nächster Zukunft unter anderem die Umstellung auf LED in der großen Gerätehalle und im Segelfliegerhangar an sowie die Anschaffung eines E-Fahrzeugs für den Vorfeldkoordinator, eines elektrischen Trinkwasserfahrzeugs und zweier elektrischer Förderbänder.
Ende des letzten Jahres durfte sich der Airport auch wieder über eine ÖKOPRPFIT-Auszeichnung freuen, die insgesamt siebenundzwanzigste.
Ein nächster, bedeutender Schritt ist die geplante PV-Freiflächenanlage am Flughafengelände. Mit einer Leistung von rund 16 MWp in der ersten Ausbaustufe stellt sie mehr als 50 Prozent der größten Einzelmaßnahme des städtischen PV-Masterplans dar. Die Anlage wird auf rund 11 Prozent der Wiesenflächen des Flughafens realisiert und leistet einen wesentlichen Beitrag zur regionalen Energieversorgung.
„Die Verkehrsentwicklung ist natürlich unser Rückgrat“, informiert Jürgen Löschnig, Geschäftsführer des Graz Airport. „Aber auch andere Themen dürfen nicht außer Acht gelassen werden. So haben wir im letzten Jahr wieder einiges im Umweltbereich bewegen können. Die größten Highlights sind sicher die elektrische Bodenstromversorgung, die wir als erster österreichischer Regionalflughafen umgesetzt haben, und die PV-Anlage auf dem Parkhausdach, die den selbst erzeugten Strom u. a. direkt an die Bodenstromversorgung liefert.“
Neuer zuständiger Vorstand und Einrichtung eines Aufsichtsrats
Nach dem Ausscheiden von Wolfgang Malik Ende 2025 aus den operativen Holding Graz Funktionen und der Generalversammlung des Airports ging die Zuständigkeit in der Generalversammlung des Airports ab 2026 an Mark Perz, Vorstand für die Sparte Mobilität & Freizeit der Holding Graz, über.
Zur strategischen Weiterentwicklung – insbesondere im Kontext der Area South – hat die Holding Graz zusätzlich wieder einen Aufsichtsrat mit ausgewiesenen Luftfahrtexperten eingerichtet. Gemeinsam mit dem Flughafenmanagement liegt der Fokus auf einer wirtschaftlich und strategisch fundierten Positionierung des Graz Airport als leistungsfähige, international vernetzte Drehscheibe.
Manfred Eber, Stadtrat für Beteiligung: „Der Graz Airport ist für unsere Stadt und Südösterreich unverzichtbar. Er verbindet die Grazerinnen und Grazer mit der Welt und ist gleichzeitig ein wichtiger Knotenpunkt für Wirtschaft und Tourismus. Die positiven Zahlen aus dem Jahr 2025 zeigen klar, wie sehr der Flughafen zur Attraktivität von Graz als Lebens- und Wirtschaftsstandort beiträgt.
Besonders freut mich, dass neben dem Wachstum auch auf Nachhaltigkeit gesetzt wird – etwa mit der PV-Anlage am Parkhausdach und der neuen elektrischen Bodenstromversorgung. Das ist ein guter Weg für die Zukunft, der sich auch aus wirtschaftlicher Sicht auszahlt.“
Gert Heigl, CEO Holding Graz: „Seit der Übernahme der Bundes- und Landesanteile im Jahr 2004 hat sich der Flughafen in Graz zu einem wichtigen Asset der Stadt Graz und der Holding Graz entwickelt. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch in den Zahlen von 2025 wider: Sowohl die gestiegenen Passagierzahlen als auch das Rekordergebnis im Frachtbereich zeigen, dass der Graz Airport eine bedeutende und unverzichtbare Rolle für die Wirtschaft und den Tourismus in der Steiermark einnimmt. Als Regionalflughafen sichert er die internationale Erreichbarkeit für Unternehmen, unterstützt die Exportwirtschaft, zieht Investoren und Fachkräfte an und stärkt den Tourismus.“
Mark Perz, Vorstandsdirektor Holding Graz: „Der Airport ist die steirische Mobilitätsdrehscheibe mit Ausstrahlung weit über die Landesgrenzen hinaus. Dank der Koralmbahn und der baldigen Fertigstellung des Semmeringtunnels liegt dieser Knotenpunkt im Zentrum eines der dynamischsten Wirtschaftsräume Mitteleuropas. Ich freue mich über den anhaltenden ‚Steigflug‘ des führenden Airports in Südösterreich und bedanke mich beim Management und dem gesamten Team für die geleistete Arbeit 2025. Organisatorisch gehört der Airport seit 1. Jänner 2026 in der Holding Graz zum Bereich Mobilität & Freizeit. Ich und mein Team werden den Flughafen in Zukunft in allen Angelegenheiten bestmöglich unterstützen.“
Wolfgang Malik, designierter AR-Vorsitzender des Graz Airport: „Unser gern als ‚Flughafen der kurzen Wege‘ bezeichneter Airport ist mit der wachsenden Catchment Area und im Umfeld eines expandierenden Logistikcenters der entscheidende Faktor für eine attraktive Standortqualität. Es wird somit unsere Aufgabe sein, diese Entwicklung unvoreingenommen und durchaus unter strategischer Einbindung von Stakeholder noch stärker zu fördern. Eine optimale internationale Erreichbarkeit sichert Arbeitsplätze im Lande und stärkt letztlich die hohe Lebensqualität in und um Graz. Durch innovative Technologien in der Luftfahrt und zahlreiche nachhaltige Projekte ist unser Airport nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Südösterreich, sondern mittlerweile ein zentraler Baustein des Klimaschutzplans im Haus Graz.
Ich bin überzeugt, dass in einer strategisch engagierten Multi-Crew-Steuerung das ‚Schmuckkästchen der steirischen Wirtschaft‘ weiterhin seinen Steigflug erfolgreich fortsetzen wird.“

Die Zahlen im Vergleich:

Vorschau auf Sommer 2026
Im aktuellen Programm sind rund 35 Destinationen vorgesehen:
- 9 Liniendestinationen, davon 6 große Umsteigeflughäfen: Berlin (5x/Woche), Düsseldorf (5x/Woche), Frankfurt (27x/Woche), Hamburg (4x/Woche), Istanbul (3x/Woche), London (neu im Sommerflugplan: 3x/Woche), München (20x/Woche), Wien (20x/Woche), Zürich (5x/Woche)
- 16 Ferienflug-Destinationen: Antalya, Brač, Calvi/Korsika, Heraklion/Kreta, Hurghada, Karpathos, Kefalonia, Kos, Las Palmas/Gran Canaria (bis Ende April und ab Anfang Oktober), Mykonos (24.8.–21.9.), Olbia (neu!) Palma de Mallorca, Paros, Rhodos, Skiathos, Teneriffa (bis Mitte Mai und ab Ende September)
- Einzelflug-/Kurzketten-Destinationen: Bilbao, Bordeaux, Malta, Neapel (3x April bis Mai), Olbia (3x im Oktober), Paphos (2x im Oktober), Paris, Valencia, Varna (4x Mitte April bis Mitte Mai)
Insgesamt sind derzeit rund 35 Destinationen in 14 Ländern direkt ab Graz geplant. „Mit dem hochfrequenten Angebot zu 6 großen Umsteigeflughäfen können unsere Gäste mit einmal Umsteigen mehr als 200 Destinationen weltweit bequem erreichen“, ergänzt Wolfgang Grimus. „Das neue Flugziel Olbia ist eine weitere interessante Bereicherung des abwechslungsreichen Ferienflugplans.“
Text: Graz Airport Beitragsbild und Fotos: © Peter Zandonella