Ein weiterer Panther sorgt am Graz Airport für Sicherheit
Seit 26. Mai ist der Fuhrpark der Feuerwehr am Graz Airport noch besser ausgerüstet. Ein Panther 6×6 der neuesten Generation hat Einzug gehalten. In den letzten Wochen wurden die Mitarbeiter der Flughafenfeuerwehr bei intensiven Schulungen mit dem neuen Gerät vertraut gemacht. Heute geht der Panther mit einer Fahrzeugtaufe durch Mag. Edmund Murher von der Pfarre Feldkirchen/Graz in den offiziellen Dienst über.
„Die Feuerwehr und ihre Ausrüstung hat auf Flughäfen eine essenzielle Funktion“, erklären Wolfgang Grimus und Jürgen Löschnig, die Geschäftsführer des Graz Airport. „Mit dem neuen Panther bekräftigen wir einmal mehr unser Engagement für höchste Sicherheitsstandards und unseren Anspruch, als moderner und zukunftsorientierter Flughafen stets auf dem neuesten Stand zu sein.“
Am 26. Mai 2026 wurde am Graz Airport das neue Flughafenlöschfahrzeug, das nun unter dem Kürzel FLF 3 läuft, offiziell in Empfang genommen. Das Fahrzeug wurde von der Firma Rosenbauer, einem der weltweit führenden Hersteller von Flughafenfeuerwehrfahrzeugen, geliefert und zählt zur jüngsten Generation des bewährten Modells Panther. Der Panther 6×6 wurde mit seiner innovativen Technik für den speziellen und anspruchsvollen Einsatz auf Flughäfen entwickelt und erfüllt sämtliche internationale Richtlinien, die an moderne Flughafenfeuerwehrfahrzeuge gestellt werden.

Seit der Übernahme des Fahrzeuges waren die Mitglieder der Betriebsfeuerwehr Graz Airport intensiv damit beschäftigt, das neue Fahrzeug vollständig in den Einsatzbetrieb zu integrieren. Im Rahmen von Schulungen wurden sie mit allen Systemen und Funktionen des FLF 3 vertraut gemacht, um eine rasche und vollständige Einsatzbereitschaft sicherzustellen.
Ohne Feuerwehr kein Flugbetrieb
Die Feuerwehr des Graz Airport erfüllt mehrere Aufgaben: Im Mittelpunkt stehen die Vorsorge und Bereitschaft im Flugbetrieb. Dazu gehört die Flugzeugbrandbekämpfung und Menschenrettung sowie die Schaffung und Sicherung von Rettungs- und Evakuierungswegen bei Flugnotfällen. Hinzu kommen auch der vorbeugende und abwehrende Brandschutz in den Gebäuden und Anlagen sowie technische Einsätze wie etwa die Bergung von bewegungsunfähigen Luftfahrzeugen. Darüber hinaus betreibt die Feuerwehr die Erste-Hilfe-Station am Flughafen. Von großer Wichtigkeit ist die ständige Sicherstellung der in der EASA verankerten Einsatzfähigkeit (Rescue and Firefighting Services). Großes Augenmerk wird auch auf die Aus- und Weiterbildung aller Mitglieder gelegt. Aufgrund des großen Interesses an der Arbeit ist die Feuerwehr ein fester Programmpunkt bei den Flughafenführungen. Zur Abdeckung aller dieser Aufgaben verfügt die Feuerwehr des Graz Airport über mehr als 74 Stammmitarbeiter im Schichtbetrieb, die aus den Bereichen Flugzeugabfertigung, Werkstätten, Fracht und Hausverwaltung kommen. Jeder Flughafen ist gefordert, genug ausgebildete Feuerwehrmänner zu beschäftigen. Denn sind nicht genug Feuerwehrmänner im Dienst, gibt es keinen Flugbetrieb.
Ein weiches Ei braucht länger
In höchstens drei Minuten muss die Feuerwehr bei einem Alarm die Enden des Pistensystems, die über 2 Kilometer vom Feuerwehrgebäude entfernt sind, erreichen. Dagegen ist die Kochzeit für ein weiches Ei ein Marathon. In diesen 180 Sekunden müssen die Feuerwehrmänner zu ihrer Schutzkleidung kommen, diese anziehen, die Feuerwehrautos starten und den Einsatzort erreichen.
Der Mensch steht im Mittelpunkt
„Eine gute Flughafenfeuerwehr braucht auch eine gute Ausstattung. Das umfasst nicht nur die Feuerwehrfahrzeuge, sondern unter anderem auch Brandmeldeanlagen zur Früherkennung in Gebäuden, aber auch eine komplexe Schutzausrüstung. Unsere Feuerwehrmänner setzen bei einem Einsatz unter Umständen ihre Gesundheit aufs Spiel. Da ist es logisch, dass sie die beste Ausrüstung zur Verfügung gestellt bekommen“, so Grimus und Löschnig.
Text: Airportclub Graz Beitragsbild: Flughafenfeuerwehr Panther 6×6 FLF3 © Helmut Gmeindl